Dezentrale Strukturen

Dezentrale Unternehmen sind in der Regel auf mehrere Standorte verteilte Unternehmenseinheiten, die relativ selbstständig organisiert sind. Viele dezentral organisierte Unternehmen wie z.B. Banken, Versicherungen und auch die REWE-Märkte haben den Vorteil, dass die Autonomie von Entscheidungen höhere Flexibilität im Hinblick auf Kunden –und Marktanforderungen bringt. Zudem fördern dezentrale Strukturen unternehmerisches Handeln, da die handelnde Person selbst Entscheidungen treffen kann und damit aber auch eine entsprechende Verantwortung tragen muss. Durch die erweiterten Handlungsspielräume und größere Verantwortlichkeiten werden effiziente und kundenorientierte Verhaltensweisen begünstigt.

Eine besondere Herausforderung bei dezentralen Einheiten ist eine nachhaltige und strukturierte Gesundheitsförderung. Es gestaltet sich oft schwierig, präventive Maßnahmen in dezentralen Einheiten mit unterschiedlichen Selbstständigkeitsgraden durch ein zentrales betriebliches Gesundheitsmanagement umzusetzen und das Thema Gesundheit in den Alltag zu integrieren.
Zudem differieren Zuständigkeiten im Gesundheitsmanagement in den verschiedenen Unternehmensformen. Zum Beispiel können die REWE-Filialen auf die Fachkräfte für Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit zurückgreifen.

Auch die Budgets zur Umsetzung von Maßnahmen gelten z.T. nur für bestimmte Organisationseinheiten. Hinsichtlich passender Präventionsangebote ergeben sich zudem verschiedene Ansprüche, auf die die einzelnen Märkte bzw. das Gesundheitsmanagement reagieren.

Wichtig für die einzelnen dezentralen Untereinheiten ist es daher, Konzepte und Angebote zu formulieren, die eine hohe Akzeptanz bei den Beschäftigten haben und flexibel auf die Bedürfnisse vor Ort eingehen. Dazu zählen beispielsweise die räumlichen Rahmenbedingungen, die Kundenstruktur sowie die Beschäftigtenzahl.